Porträts Oswald Henke (Sänger)

Musiker Oswald Henke in Leipzig, Foto von Anne Hufnagl / www.annehufnagl.de
Musiker Oswald Henke in Leipzig Connewitz

"Das Alter grüßt und hat begriffen
Dass alles was am Tag begehrt
Im Traum dich anlächelt"
(Oswald Henke)

"Ich kann nicht aufhören, Musik zu machen"

Sänger Oswald Henke, Fotoshooting, Leipzig Pfingsten 2016 von Anne Hufnagl

(Ja ja, die Grufties rennen zur Kirche, wir aber haben uns, das muss man wissen, vorher immerhin zweifelnd angesehen, gelacht und dann die Schultern gezuckt.)

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Oh, Madeira!

Reisefotos Madeira

März 2017

Momentan bin ich faul, deshalb gibt es hier erst einmal nur die Fotos und vielleicht später mehr Text. Madeira ist jedenfalls wunderschön, aber sagen Sie es nicht weiter, sonst kommen alle da hin.

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Schottland-Reise North Coast 500

Reisebericht & Reisefotos Schottland

Northcoast 500, Schottland - Oktober 2016

Fast ein Jahr lag zwischen dem ersten Bericht, den ich über die schottische North Coast 500 gelesen habe, und meiner tatsächlichen Rundreise auf einer der wohl schönsten Autostrecken der Welt.

Was ist die North Coast 500?

Die North Coast 500 ist eine 500 Meilen umfassende "Scenic Route", also eine Auto-Rundstrecke, im Zuge derer man mit dem Auto den nördlichsten Zipfel Schottlands umrundet. Die Route wird seit kurzem massiv vom schottischen Tourismusverband beworben und augenzwinkernd als schottisches Äquivalent zur amerikanischen Route 66 beschrieben. Während der Rundreise durchfährt man atemberaubende Landschaften und kann unglaublich viele große und kleine Sehenswürdigkeiten entdecken (Strände, Schlösser, Berge, Höhlen, Naturschutzgebiete, Wanderwege u.v.m.).

 

Die offizielle Webseite der Northcoast 500 hilft bei der Planung, verrät aber nur einen Bruchteil des wirklich Sehenswerten.


Wo lang führt die Route?

Start- und Endpunkt der Northcoast 500 ist das kleine, überaus schöne Städtchen Inverness. Inverness verfügt über einen eigenen Flughafen, der regelmäßig zum Beispiel von London oder Edinburgh angeflogen wird.

 

Von Inverness aus kann die Strecke im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn befahren werden. Wir sind ihr im Uhrzeigersinn gefolgt und waren mit dieser Entscheidung sehr zufrieden, da man so direkt mit den schönsten Regionen der nördlichen Highlands beginnt.

 

Wir haben uns 12 Tage Zeit genommen für die Strecke, um ganz viel sehen und unternehmen zu können. Man kann die Route natürlich auch wesentlich zügiger fahren.

Eck- und Übernachtungspunkte unserer Fahrt (in chronologischer Reihenfolge): Inverness - Strathcarron - Poolewe - Ullapool - Lochinver (2 Nächte, lohnenswert!) - Tongue - Mey - Wick - Tain - Inverness. 


Eilean Donan Castle, bekannt aus den Highlander-Filmen. 17 Meilen abseits der offiziellen North Coast 500 Route, aber unbedingt einen Abstecher wert.
Eilean Donan Castle, bekannt aus den Highlander-Filmen. 17 Meilen abseits der offiziellen North Coast 500 Route, aber unbedingt einen Abstecher wert.
"Badcall Bay"
"Badcall Bay"

Wie kommt man da hin?

Wir sind mit British Airways von Berlin Tegel mit einem Stopp in London nach Inverness geflogen. Am Flughafen Inverness Mietwagen geholt und dann direkt auf die Strecke. Sprit ist kein Problem; zum Einen kommt man mit einer Tankfüllung fast die gesamte Strecke, zum Anderen gibt es gefühlt in jeder zweiten Ortschaft eine Tankstelle.

(Inverness, Start- und Endpunkt unseres Roadtrips)

Wo Übernachtet man?

Ich empfehle dringend, alle Übernachtungen im Vorfeld der Reise zu buchen. Obwohl wir im Oktober und damit außerhalb der Saison unterwegs waren, waren nahezu alle Hotels, B&Bs etc. entlang der Strecke mit "No Vacancies"-Schildern versehen - also ausgebucht. Ich habe alle Übernachtungen 4 bis 6 Monate vor der Reise gebucht, fast komplett über Booking.com, wo ich die meiste Auswahl an Übernachtungen angezeigt bekam. Mit einer Mischung aus Hotelzimmern und Guest Houses, also Bed & Breakfast-Unterkünften, sind wir, bis auf zwei Hotels, die ich wirklich nicht empfehlen kann (Strathcarron Hotel in Strathcarron & Caledonian Hotel in Ullapool) , sehr gut gefahren.

Knockan Crag - National Nature Reserve
Knockan Crag - National Nature Reserve

Was Gibt es zu sehen?

Alles. Also, jedenfalls ganz viel. Da man letztendlich 95% der Strecke entlang der Küste fährt, hat man jederzeit zur einen Seite den Atlantik und zur anderen Seite die Highlands. Man kann also entweder verborgene Strände entdecken, an beeindruckenden Klippen entlanglaufen, Schlösser auf Felsen über dem Meer besuchen, 300 Treppen zu einem versteckten alten Hafen hinabsteigen, oder aber durch die Naturschutzgebiete der Highlands wandern und unendlich schöne Natur entdecken. Einige Whisky-Distilleries gibt es natürlich auch, jedoch bei Weitem nicht so viele wie in anderen Teilen Schottlands. 


Einige meiner Lieblingsorte

- Strände -

1. Namenloser kleiner Strand, dessen Location ich noch mal genauer nachschlagen muss. Nirgendwo ausgeschrieben oder beworben, sahen wir ihn im Vorbeifahren, hielten an und staunten nicht schlecht, als wir mutterseelenallein in dieser wunderschönen, fast surrealen Landschaft standen.

2. Clachtoll Beach

3. Sango Sands Oasis

Sango Sands Oasis Strand Schottland

- Schlösser -

1. Eilean Donan Castle, bekannt aus "Highlander". Für schöne Fotos unbedingt vor 10 Uhr morgens da sein - Schlag Zehn fallen die ersten Touristenbusse ein und überall krabbeln dann Menschen herum. Achtung: Eilean Donan liegt ca. 17 Meilen abseits der offiziellen North Coast 500, ist den kleinen Umweg aber durchaus wert.

2. Dunrobin Castle & Gardens - wie viele andere bewohnte Burgen auch, ist Dunrobin Castle außerhalb der Saison nicht geöffnet, d.h. nur bis Ende September kann das Schloss von innen besichtigt werden. Die riesige, wunderschöne Gartenanlage ist jedoch weiterhin geöffnet, sodass ich mich dort mit der Kamera austoben und verzaubern lassen konnte.

- Straßen -

Kein Witz - durch ihre teils atemberaubende Lage sind die Straßenabschnitte der North Coast 500 selbst oft ein richtiger Hingucker. Immer wieder stieg ich deshalb aus dem Auto, um den Straßenverlauf zu fotografieren.

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After Wedding Shooting

After Wedding Shooting mit Diana und Eric

September 2016

Einige Wochen nach ihrer standesamtlichen Hochzeit in Dresden wollten Diana und Eric mit mir gerne noch ein After-Wedding-Shooting machen, weil sie an ihrem eigentlichen Hochzeitstag die Zeit und die Ruhe für ein wirklich ausführliches Paarshooting nicht hatten. Bei der Wahl der Location für die Paarfotos ließen mir die Beiden freie Hand, und so fuhr ich mit ihnen ins Elbsandsteingebirge, welches zum Glück ja nicht so weit von Dresden entfernt ist. Hier konnten wir bei Sonnenuntergang ganz in Ruhe wunderschöne, romantische Fotos machen. Hochzeitspaaren mit einem straffen Zeitplan am Hochzeitstag kann ich so einen separaten Termin für ein After-Wedding-Shooting wärmstens empfehlen!

 

Alles Liebe,
Anne

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Hochzeitsfotograf Hamburg Altes Land

Sandra & Chris

Hochzeitsfotos in Steinkirchen bei Hamburg, Juli 2016

Hochzeitsfotos Altes Land Hamburg

Im Juli 2016 durfte ich die wunderbare Hochzeit von Sandra und Chris als Hochzeitsfotografin begleiten. Die beiden Hamburger hatten sich für ihren großen Tag das Restaurant & Café Windmüller in Steinkirchen im Alten Land als Location ausgesucht. Ich durfte vom Getting Ready morgens bis zur Feier am Abend mit der Kamera dabei sein. Die Hochzeit stand unter dem Motto "YEAH!", und genau so ein Tag war das auch. Viel Spaß beim Betrachten der Fotos!

 

Alles Liebe,

eure Anne

Fotos vom Getting Ready



Freie Trauung


Paarfotos



Feier


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Hochzeitsfotos in Sankt Peter-Ording

Hochzeit von Sissi & Jan, August 2016

Im August durfte ich die Hochzeit von Sissi und Jan im wunderschönen Sankt Peter-Ording an der Nordsee fotografieren. Einige meiner Lieblingsfotos darf ich euch nachfolgend zeigen, viel Spaß beim Anschauen.

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Gedanken zu Snapchat, Instagram Stories & Co.

Foto: Anne Hufnagl
Foto: Anne Hufnagl

Apps wie Snapchat oder Instagram mit seiner neuen Stories-Funktion, Livestreams & Co. - wir leben in einem Zeitalter flüchtiger Inhalte. Produzierter Content verschwindet nach einer gewissen, vorgegebenen Zeit einfach wieder aus dem Netz, als hätte es ihn nie gegeben (von Nacktbilder-Screenshots und abgefilmten Bildschirmen mal abgesehen). Was bedeutet das für mich als Fotografin, wie gehe ich damit um? Weil mir die Frage doch öfter gestellt wird, habe ich ein paar Gedanken dazu aufgeschrieben.

Verweile doch, du bist so schön!

Wenn wir etwas besonders schön finden, möchten wir es behalten, es erhalten, es an eine Wand hängen, in ein Album kleben, in ein Regal stellen, Artenschutz betreiben oder mindestens eine Inventarnummer vergeben. Wir mögen es, schöne Dinge aufzuheben.

 

Das Konzept von Snapchat & Co. ist so ziemlich das genaue Gegenteil dieser allzu menschlichen Vorliebe des Festhaltens und Aufhebens. Hier verschwindet alles, das Schöne, das Hässliche, das Wahre und das Erfundene binnen einer bestimmten Frist einfach wieder von der Bildfläche. Jede Liebesbotschaft, jeder schlechte Witz, Selfies, das Bild von Opas Katze, alles nur kurz da, wie Opa. Morgen ist es weg. Das befreit, natürlich. Es befreit von allzu viel Gedanken beim Erstellen der Inhalte, denn die Überlegung "Was, wenn es mir in ein paar Tagen nicht mehr gefällt?" erübrigt sich, wenn sowieso alles wieder verschwindet. Ungleich leichtere, weil mit weniger Erwartung belastete Schnipsel von Kunst, Alltag und Gefühl entstehen und werden verbreitet. Das ist schön! Nur festhalten, festhalten kann man sie nicht.

Morla

Ich bin Morla. Wie die uralte Schildkröte in "Die unendliche Geschichte" möchte ich am Liebsten alle Dinge bewahren. Erinnerungen, Bilder. Es gehört zu mir, das zu wollen. In allem, was ich tue, vor allem natürlich in meinen Fotos, spiegelt sich dieser Wunsch. Ich möchte, dass Menschen meine Fotos lange ansehen können, Jahre, Jahrzehnte vielleicht. Vielleicht sogar dann noch, wenn ich schon gar nicht mehr da bin. Meinen Tweets messe ich da nicht ganz so viel Bedeutung zu, aber auch hier finde ich es irgendwie gut, wenn Leute das länger lesen können, so sie denn möchten. Umgekehrt geht es mir auch so, dass ich schöne Bilder und Texte gerne aufhebe. Sie, manchmal nach Monaten oder Jahren erst, wieder hervorhole, um mich erneut daran zu erfreuen.

Zwei Wege

Wie gehe ich nun um mit dieser neuen Kurzlebigkeit und ihren Apps? Die ehrliche Antwort ist: ich halte mich davon fern. Weil mir vergänglicher Content nicht liegt, weil ich so nicht funktioniere. Ich nehme aber mit großem Interesse zur Kenntnis, wie gut andere, oft auch jüngere Menschen damit umgehen können, wie kreativ sie mit diesen neuen Möglichkeiten sind. Letztendlich sind es zwei verschiedene Wege, die man geht, zwei verschiedene Philosophien. Und keine schließt die andere aus oder wird sie ersetzen. Ein Familienfoto wird immer an der Wand hängen, weil es auf Snapchat gar keinen Bestand hätte. Hingegen werden manch andere Geschichten eben nur auf Snapchat oder Instagram erzählt werden, weil sie nur dort funktionieren. Das ist schön, und das kann von mir aus auch gerne, Achtung: so bleiben.

 

Anne

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Ausflug an die Ostsee - Als Fotografin auf Rügen


Im März, kurz vor dem Start der Hochzeitssaison im April, ab dem ich als Hochzeitsfotografin dann an den meisten Wochenenden eingespannt bin, entschlossen wir uns zu einem Kurzurlaub auf Rügen. Hier hatte die Saison ebenfalls noch nicht so recht begonnen, viele Cafés und Kneipen waren noch geschlossen und die Strände wunderbar menschenleer - perfekt für meine heiß geliebten Landschaftsfotos, von denen ich euch einige zeigen möchte.

 

Das Wetter war durchwachsen, die Fotos haben dadurch aber irgendwie ihren ganz eigenen Charme. Ich kann Rügen im März nur empfehlen, wenn man gerne seine Ruhe hat und die Insel fernab von Touristenströmen erkunden möchte. Ebenfalls eine Empfehlung: das Restaurant "Am Bodden" in Lauterbach bei Putbus - hier habe ich das wohl beste Dry Aged Rindersteak meines Lebens gegessen. Und die besten Süßkartoffelpommes.

Strand bei Bug - von diesem Foto abgesehen, gab diese Ecke der Insel leider nicht sehr viel her.
Strand bei Bug - von diesem Foto abgesehen, gab diese Ecke der Insel leider nicht sehr viel her.
Sonnenuntergang in Lauterbach bei Putbus
Sonnenuntergang in Lauterbach bei Putbus
Abendstimmung am Kap Arkona
Abendstimmung am Kap Arkona
Schwan gehabt.
Schwan gehabt.
Strand am Bodden in Lauterbach bei Putbus
Strand am Bodden in Lauterbach bei Putbus

Alle Fotos entstanden mit einem Sigma 20mm 1.4 Objektiv an einer Canon 5DMII.

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Fotos In Sankt Peter-Ording im Februar


Wir waren letztens wieder in Sankt Peter-Ording, weil man sich in Hamburg nur kurz ins Auto setzen muss und dann bald da ist, wo es nach Salz riecht und grauem Wind. Außerhalb der Saison wirken die Strandbauten fast geisterhaft. Passt zu uns, wir bringen genügend Gespenster mit. Wie wohl ich mich fühle in dieser Landschaft am Ende des Horizonts. Immer wieder aufs Meer sehen, bis der Sand in den Augen reibt und man blinzeln muss. Mit Glück ist alles Schöne danach immer noch da.

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Boudoir Fotografie Hamburg - Lenny im Februar 2016


Vor einiger Zeit hatte ich einen sehr schönen Auftrag im Bereich der Boudoir-Fotografie. Kundin Lenny bekam das Fotoshooting von ihrem Lebensgefährten geschenkt, es war ihr allererstes Mal vor der Kamera. Für die Ausleuchtung der Fotos habe ich mit Fensterlicht und zwei kleinen Tischlampen gearbeitet. Ich wollte das Licht fürs Shooting bewusst einfach halten, damit Lenny sich frei im Raum bewegen kann, ohne dass ich erst die Blitze jedes Mal neu ausrichten und einstellen muss. Meine Bildideen habe ich meist vorgeturnt, damit Lenny sehen konnte, was ich mir vorstelle. Sie hat die Posen dann wunderbar umgesetzt und ich bin total begeistert von unseren Bildergebnissen. Ein rundum gelungener Auftrag, vielen Dank an meine Kunden für das Vertrauen und auch dafür, dass ich einige Bilder hier zeigen darf.

Erotikfoto Fotografin Hamburg Anne Hufnagl
Available Light Boudoir Fotografie Hamburg

Boudoir von Fotograf Anne Hufnagl
Boudoir Fotografie von Anne Hufnagl aus Hamburg
Boudoirfotos von Fotografin Anne Hufnagl Hamburg
Fotografin Anne Hufnagl Hamburg Erotische Fotos

Was ist eigentlich Boudoir-Fotografie?

Boudoir war früher der Begriff für das Rückzugszimmer der Frau, später wurde Boudoir verallgemeinert als Begriff für das Ankleidezimmer genutzt, und so sind Boudoir-Fotos auch heute Bilder von Frauen "beim Ankleiden", beziehungsweise in feiner Wäsche und eher intimer Atmosphäre. Klassische Boudoir-Fotos sind nicht zu verwechseln mit Aktfotos, denn es geht im Boudoir nicht um Nacktheit.

 

Ich hoffe, die Bilder gefallen euch und freue mich natürlich über Kommentare und auch darüber, wenn ihr den Artikel oder die Fotos in sozialen Netzwerken oder bei Pinterest teilt.


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Wie soziale Medien mir beinahe den Spaß an der Fotografie raubten.

Am Anfang war alles "Gefällt mir".

Als ich so richtig mit der Fotografie begann, da gab es das Internet schon. In unübersichtlichen Foren mit grausamen Hintergrundfarben tauschten wir uns umständlich aus über gute Musik, pixelige Videospiele und melancholische Poesie.

 

Das erste Mal Fotos öffentlich gezeigt habe ich seinerzeit auf Myspace. Es folgten unzählige andere Foto-Communities, Portale und Magazine, und schließlich: Facebook.

 

Allen gemeinsam war, dass man auf einmal ein riesiges Publikum mit den eigenen Werken erreichte, bewundert wurde und gleichzeitig hunderte, ach, tausende andere Künstler und Gleichgesinnte überall auf der Welt finden und ihre Fotos sehen konnte. Am Anfang fand ich das super. Am Anfang war alles "Gefällt mir".

Wer vergleicht, kann nur verlieren.

Welche Gefahr diese ständige Sichtbarkeit und Bewertung der eigenen, aber auch fremder Arbeiten in sich birgt, wurde mir erst innerhalb des letzten Jahres bewusst. Denn mitnichten ist es ja so, dass man in dem, was man tut - in meinem Fall die Fotografie, es gilt aber auch für alles andere, was man nach außen trägt, sei es Kunst, Musik oder ein Selfie - der Beste der Besten ist.

Es gibt immer ein Foto mit mehr Likes, ein Video mit mehr Klicks, einen Artikel, der öfter geteilt wird. Wer vergleicht, kann nur verlieren.

Und irgendwann beginnt man, das persönlich zu nehmen. Warum wurde mein Bild weniger geklickt? Liegt es an mir? Bin ich zu schlecht? Ist meine Arbeit zu uninteressant? Die Selbstzweifel nagen mit jedem Tag mehr. Man gerät in einen Kreislauf aus eigenem Anspruch, tollen Dingen, die man bei anderen sieht und selbst gerne erreichen würde, und dem immerwährenden Zwang, irgendetwas besser zu machen. Denn das Internet ist voller Leute, die alles, was man selbst tut, irgendwie besser können.


Die Welt dreht sich weiter, auch wenn Du nichts bei Facebook postest.

Bevor ich so richtig begriffen hatte, was der permanente Druck des Anerkennungskampfes im Internet mit mir machte, hatte meine Kreativität schon die Segel gestrichen. Keine Ideen mehr, keine Lust, irgendwelche Fotoshootings zu organisieren, die ich so (nur halt besser) schon zig Mal bei Facebook & Co. gesehen hatte. Ende, Aus.

 

Monatelang machte ich überhaupt keine Fotos mehr, bis ich irgendwann mit meinem Partner begann, während unserer Spaziergänge und Reisen wieder zu fotografieren. Einiges davon habe ich irgendwo gepostet, das Wenigste jedoch auf Facebook oder anderswo, wo es einer starken Beurteilung ausgesetzt wäre. Überhaupt poste ich nur noch wenig auf Facebook und konsumiere allgemein viel weniger fremdes Bildmaterial. Und - wer hätte das gedacht: es schadet mir kein bisschen. Ganz im Gegenteil.

Das "Mach Dich rar"-Syndrom und der Ausweg aus der Like-Falle.

Ohne den Druck, eine bestimmte Anzahl von Likes zu generieren oder meinem Stil treu zu bleiben (was auch immer die User als meinen "Stil" definiert hatten), kam die Freude an der Fotografie zurück. Wenn ich nun doch mal wieder ein Bild hochlade, bekommt es viel mehr Likes, als vergleichbare Bilder früher. Ein spannender Effekt, verursacht durch den selbstverordneten Ausbruch aus der Like-Falle. Nachahmen durchaus empfohlen.

Wie nehmt ihr das Ringen um Likes, Follower und Anerkennung im Internet wahr? Beeinflusst es euch auch so stark, oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht? Teilt eure Sichtweise in den Kommentaren!

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Fotosession an der Nordsee, Teil 2

Nordsee, Nordstrand - Foto von Fotografin Anne Hufnagl aus Hamburg
Landschaftsfotografie Nordsee von Anne Hufnagl
Nordsee, Haus am Deich von Fotograf Anne Hufnagl / Hamburg
Nordstrand - Landschaftfotograf Anne Hufnagl
Baustelle Nordsee von Fotografin Anne Hufnagl aus Hamburg
Nordseeküste, Foto von Anne Hufnagl aus Hamburg
Nordsee Fotografie von Anne Hufnagl aus Hamburg
Strand von St. Peter-Ording, fotografiert von Anne Hufnagl
Sonnenuntergang Strand St. Peter-Ording - Fotograf Anne Hufnagl
Pfahlbauten St. Peter-Ording von Fotografin Anne Hufnagl
Brücke St. Peter-Ording von Fotograf Anne Hufnagl
Nordsee Strand bei Sonnenuntergang - Foto von Anne Hufnagl
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Fotografie an der Nordsee, Teil 1

Strandpromenade Sankt Peter Ording von Fotografin Anne Hufnagl aus Hamburg
Beach Motel St. Peter-Ording - Foto von Anne Hufnagl
Haus in der Nähe Westerhever Leuchtturm - Fotograf Anne Hufnagl
Westerhever - Hofgebäude, fotografiert von Anne Hufnagl
Imbiss Westerhever - Fotograf Anne Hufnagl aus Hamburg
Nordseeküste bei Westerhever - Fotografin Anne Hufnagl
Sonnenuntergang Strand Sankt Peter-Ording von Anne Hufnagl
St. Peter-Ording - Fotos von Anne Hufnagl
Unterstand und Infostand Westerhever - Fotografin Anne Hufnagl aus Hamburg
Pfahlbau Strand St. Peter-Ording Foto von Anne Hufnagl
Dünen Sankt Peter-Ording - Foto von Fotograf Anne Hufnagl aus Hamburg
Nordstrand Nordseeküste - Fotograf Anne Hufnagl aus Hamburg
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Fotografie in New York

Blick über New York Skyline von Fotograf Anne Hufnagl
Straße von New York - Foto von Anne Hufnagl
Wall Street New York von Fotograf Anne Hufnagl

New York Straße mit qualmenden Rohren - Foto von Anne Hufnagl
New York Hotel Fotografin Anne Hufnagl
New York City Straßenverkehr Foto von Anne Hufnagl
New York Filmplakat an Hauswand Fotograf Anne Hufnagl
Freiheitsstatue Statue of Liberty Foto von Anne Hufnagl
New York City Straße Foto von Anne Hufnagl
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